Roadsurfer mit guten Nachrichten – Vermietplattform für Campervans expandiert stark

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Das Campingjahr 2021 steht – hoffentlich – mit Macht in den Startlöchern und bei verschiedenen Umfragen hat sich gezeigt, dass die Campingfreunde ihre Urlaubsform auf jeden Fall schnell und auch gerne an möglichst vielen Tagen in diesem Jahr ausüben möchten. Einige Stimmen aus der Branche vermuten, dass es auf den Stell- und Campingplätzen in den Urlaubsmonaten eng wird. Da könnte das neu entstandene Konzept von Roadsurfer mit seinen Spots für eine willkommene Entlastung sorgen. We love C ❤ spricht daher mit Dr. Susanne Dickhardt, Geschäftsführerin der Roadsurfer GmbH über Angebote, den Status Quo und zukünftige Trends.

Frage: Was bietet ihr Unternehmen den interessierten Kunden an?

Antwort: Bei roadsurfer finden Outdoor-Traveller alles, was sie für einen entspannten, flexiblen und unabhängigen Urlaub brauchen – kompakte Campervans zur Miete sowie die Buchung privater Campingstellplätze. Ganz nach unserer Philosophie „Deine Freiheit leben“. Mit unbegrenzten Freikilometern fährst du bei uns so weit dein Camperherz dich trägt. Zudem bieten wir ein flexibles Camper-Abo und den Verkauf gebrauchter Camper.

Camper mieten oder kaufen – Bei Roadsurfer geht beides

Frage: Sie haben ihr Modell somit auf mehrere Geschäftsfelder verteilt. Welche Fahrzeuge/Marken können Kunden im Bereich „Camper mieten“ bekommen?

Antwort: Wir verfügen über eine eigene Flotte von knapp 2.500 Campervans der Marken VW, Mercedes Benz, Ford, Westfalia und Bürstner. Der Ford Nugget ist beispielsweise ein Campervan für bis zu fünf Personen – mit flexiblem Aufstelldach und fest installierter Toilette. Unser neuester Zuwachs ist der Wohn-Van von Bürstner, der eine ausgestattete Küche mit Kühlschrank und Zwei-Flammen-Gaskocher im Heck unterbringt.

Roadsurfer bietet eine eigene Flotte von fast 2.500 Fahrzeugen der Marken VW, Mercedes Benz, Ford, Westfalia und Bürstner. (Foto: Roadsurfer)

Roadsurfer bietet eine eigene Flotte von fast 2.500 Fahrzeugen der Marken VW, Mercedes Benz, Ford, Westfalia und Bürstner. (Foto: Roadsurfer)

Frage: Die Roadsurfer GmbH hat aktuell eine große Finanzspritze von externen Geldgebern erhalten. In der Finanzierungsrunde wurden 24 Mio. € eingeworben. Wie wirkt sich das auf die Expansionspläne bei Roadsurfer aus?

Antwort: Mit dem Kapital kommen wir der großen Nachfrage nach Campervans nach und expandieren unser Geschäft stetig mit einer wachsenden Flotte und einem immer grösser werdenden Stationsnetz. In der jetzigen Sommersaison 2021 stehen damit unsere Camper in 36 Städten in insgesamt acht Ländern zur Miete bereit.

Da wir von einem großen Camper-Ansturm – auch durch eine Vielzahl von Neucampern – ausgehen, haben wir zudem die Plattform „roadsurfer spots“ gelaunched, um unseren Kunden private Stellplätze im Freien, fernab von überbuchten Camping-Platzen, zu bieten. Dies gilt es nun europaweit im kommenden Jahr auszurollen.

Frage: Ein weiteres Angebot besteht ja in dem Camper-Abo-Modell. Was bieten Sie den Kunden dort an? 

Anwort: Auf dem Automobilmarkt sehen wir deutlich, dass die Nachfrage an innovativen Abo-Modellen steigt. Statt sich langfristig durch einen Leasing-Vertrag oder Kauf an ein Fahrzeug zu binden, sehnen sich die Menschen nach flexiblen, einfachen und günstigen Alternativen. Genauso verhält es sich auch bei Campervans. Mit dem Camper-Abo bieten wir eine Langzeitmiete ohne langfristige Bindung, die sämtliche Nebenkosten beinhaltet. Die kompakten Fahrzeuge eignen sich ideal als Alltagsfahrzeuge für Familien und Paare, sind aber auch in der Freizeit gut einsetzbar.

Also egal, ob es um den einen großen, mehrmonatigen Traumurlaub geht, eine möglichst unabhängige Reiseform für die Abenteuer im Sabbatical oder die Elternzeit für ausgiebige Camper-Touren genutzt wird, der Bedarf ist da.

Neue Stellplätze für Camper! Das neue Angebot lautet: “Roadsurfer Spots”

Frage: Wir von We love C erwarten für die Saison 2021 in der Ferienhochzeit und an beliebten HotSpots einen erhöhten Andrang von Caravaning-Fans. Viele Campingplätze melden für die Sommerferien eine hohe Buchungsquote. Da hat ihr Unternehmen nun das neue Angebot „Roadsurfer Spots“ entwickelt. Was ist darunter zu verstehen?

Antwort: roadsurfer spots ist unsere Anwort auf die Fragen unserer Mieter – unter ihnen viele Neucamper – aus der letzten Saison, die oft lauteten: Wohin kann ich mit dem Camper reisen? Wie kann ich individuell reisen, wenn wildcampen verboten ist? Was gibt es für Alternativen zu den großen Massen-Campingplätzen?

In Europa gilt ja nur in Skandinavien das Jedermannsrecht, wo man auch in freier Natur campen darf, überall sonst ist das strikt verboten. So hatten wir die Idee, dass man sich alternativ zum klassischen Campingplatz doch auch auf einem Bauernhof, beim Winzer oder einfach auf dem Feld hinstellen könnte, wenn das vorher mit den Besitzern abgesprochen ist. Wir bringen daher mit unserer neuen Plattform abenteuerlustige Campinggäste mit Besitzern von außergewöhnlichen Fleckchen Erde zusammen. 

Frage: Diese Idee, Plätze für einen begrenzten Zeitraum als Mietfläche zu vermitteln, kam ja im Jahr 2020 auf, um den vielen Caravaningfans und auch den vielen Neueinsteigern (107.000 Neuzulassungen) die Möglichkeit zu geben, ihrem Hobby nachzugehen.                                                                                      Nun gibt es auch Stimmen, die sich gegen temporäre Plätze aussprechen. Es werden Gründe des Natur- und Umweltschutz genannt. Einzelne Bundesländer haben Regelungen erlassen oder planen diese, die das Übernachten auf sog. PopUp-Camps explizit verbieten. Wie sehen Sie die Thematik?

Antwort: Wir verstehen es natürlich als unsere Aufgabe, unseren Kunden den nachhaltigen und umsichtigen Umgang im Campingurlaub zu vermitteln. Stets den Müll mitzunehmen, richtig zu entsorgen etc. Allerdings verstehen wir das Konzept von roadsurfer spots auch als Unterstützung von lokalen Produktanbietern, Bio-Bauern, die in einem geregelten Maße von einer naturliebenden Zielgruppe sehr profitieren kann. Momentan ist ja das Problem, dass z.B. Camper in den Gemeinden die öffentlichen Parkplätze blockieren. Uns geht es darum, ein Modell zu etablieren, in dem genau das reguliert und in geordnete Bahnen gelenkt wird.

Frage: In einer – nicht repräsentativen – Umfrage unter Campern die wir durchgeführt haben, waren über zwei Drittel der Teilnehmer der Meinung, dass man lieber auf vollversorgten Campingplätzen steht. Nach diesen Personen sind temporäre Stellplätze nur eine Modeerscheinung, die bald wieder verschwindet. Was erwidern Sie diesen Stimmen?

(Red. Hinweis: Hier nochmals der entsprechende Bericht dazu: https://we-love-c.de/tipps-zum-uebernachten-pop-up-camps-oder-stellplaetze-bei-privat-eine-alternative-fuer-2021/ )

Antwort: Also, nach einer repräsentativen Umfrage, die wir selbst online unter 1.800 Deutschen durchgeführt haben, waren insgesamt 69 Prozent der Befragten an einem individuellen, naturnahen Stellplatz auf Privateigentum oder im öffentlichen Raum interessiert. Nur 6 Prozent der Befragten gaben an, auf großen Campingplätzen campen zu wollen. Ich denke, das entspricht auch dem Zeitgeist, der sich wegbewegt von vollumfänglichem Animationsprogramm, Dauerbeschallung und Massentourismus. Wir glauben fest daran, dass im Individualurlaub die Zukunft liegt.

Frage: Wenden wir uns nochmal den Fahrzeug-Angeboten von Roadsurfer zu. Wer sind ihre Kunden? Haben Sie eine bestimmte Zielgruppe im Blick?

Antwort: Bei roadsurfer haben wir urbane Familien im Blick, Eltern zwischen 28 und 45, die individueller reisen wollen als ins Kinderhotel, mit dem Fernreise-Flieger oder mit dem ausladenden Wohnmobil, das in südlichen Städtchen nicht durch die Gassen passt und am Campingplatz dann fernab vom Gewässer an der Steckdose hängt. Quasi: Leute wie wir roadsurfer selbst.  

Die Gründer von Roadsurfer haben die urbanen Familien im Blick. Unsere Gesprächspartnerin ist Dr. Susanne Dickhardt (rechts). (Foto: roadsurfer)

Die Gründer von Roadsurfer haben die urbanen Familien im Blick. Unsere Gesprächspartnerin ist Dr. Susanne Dickhardt (rechts). (Foto: roadsurfer)

Frage: Camping bietet ja auch die Vielfalt von verschiedenen locations- von den Bergen bis zum Meer – und die Möglichkeit Urlaub und Freizeit mit Sport und Spaß zu verbinden. Können sich Kunden bei Roadsurfer auch Anregungen und Tipps für das Verreisen holen?

Roadsurfer: Vermietplattform und Liftestyle-Magazin unter einem Dach

Antwort: Ja, im roadsurfer Magazin gibt es aktuelle Tipps und Trends von Insidern und Experten. Wir bringen den Lesern die schöne Welt der Camper und Camping näher. Von der Packliste fürs Camping mit Kindern bis zur zu den schönsten Wohnmobil-Routen durch Dänemark. Hier finden Reisefreunde alles, was sie für ihren Campingtrip wissen müssen.

Frage: Schauen wir noch gemeinsam über den Tellerrand hinaus. Bleibt der Camping-Boom in Deutschland aus ihrer Sicht erhalten?

Antwort: Die Nachfrage nach unseren Miet-Campern hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Campervans sind als Reisemobile also gefragter denn je. Trotz Lockdown und den aktuell eingeschränkten Reisemöglichkeiten gehen wir und unsere Kunden von einer Sommersaison mit individuellen Outdoor-Abenteuern aus. In den Ferienzeiten sind einzelne Modelle schon jetzt an einigen unserer Stationen ausgebucht.

Ob der Urlaub im Ausland oder in der Umgebung stattfindet, ist dann gar nicht mehr so relevant. Das Urlaubserlebnis – das haben wir schon im vergangenen Jahr gelernt – muss nicht immer in der Ferne liegen.

Vielen Dank für das Gespräch.


Coolnessfaktor: 8/10. Das Konzept von Roadsurfer macht es Neueinsteigern leicht, in das Caravaning hineinzuschnuppern. Durch die starke Expansion auf eine Fahrzeug-Flotte von 2.500 Campervans kann urbanen Familien, also Eltern zwischen 28 und 45 Jahren, ein individuelles Reiseangebot jenseits von Kinderhotels gemacht werden. Außerdem haben die Münchener ihr Angebot auf die Erschließung von Stellflächen mit den “Roadsurfer Spots” erweitert. Der Sommer kann kommen. Cool.

Hier finden Sie weitere Informationen

Zur Webseite von Roadsurfer

Direkt zu den Stellplätzen bei Roadsurfer Spots

Direkt zum Roadsurfer Magazin mit vielen Themen für Camper

Camping mit Kindern. Roadsurfer hat junge Familien im Blick. (Foto: lentemamaatje; pixabay.com)

Camping mit Kindern. Roadsurfer hat junge Familien im Blick. (Foto: lentemamaatje; pixabay.com)

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